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Längere Touren mit der Vierbeiner

Aktualisiert: 26. Juni 2023

Tourenplanung. Wer mit Hund wandert oder gar längere Trekkings unternimmt. sollte auf

eine gute Tourenplanung achten. Je nach Hund können z. B Karstgebiete mit spitzen Steinen, steile Pass Übergänge, Felsstufen, Leitern, Hängebrücken, Gitterroste, ausgesetzte Stellen und grosse Schaf - oder Kuhherden zum Problem werden. Nicht jeder Hund reagiert da gleich. Bergwanderwege bis T3 sind normalerweise für Hunde gut zu bewältigen, das Tier sollte sich aber der Gefahren wie Überhänge und Löcher bewusst sein. Spezialisten packen den Hund auch mal in den Rucksack, wenn eine Passage zu anspruchsvoll ist - vorausgesetzt, er ist nicht zu gross und zu schwer. Und der Halter in einer guten Verfassung.


 

Training. Sanft beginnen mit kurzen Touren in leichtem Gelände, dann Dauer und Schwierigkeiten sukzessive erhöhen. Auch Schwimmen ist ein gutes Training für den Hund und hilft ihm beim

Muskelaufbau, ebenso Agility- und Erziehungskurse, damit das Tier seine Emotionen auch in Unbekanntem Gelände den Griff bekommt und dem Halter, der Halterin auch ohne Leine aufs Wort gehorcht. Dafür genügend Zeit einräumen.


 

Material, Futter. Zum Wandern eignet sich ein Geschirr besser als ein Halsband (Reibungsstellen!).

An schwierigen Passagen kann man den Hund so auch besser unterstützen. Die ausziehbare Leine darf gut fünf Meter oder sogar länger sein. Für Trekkings ideal ist ein kleiner, gut angepasster Rucksack, in dem der Hund z. B. sein Futter für ein paar Tage selber tragen kann. Kottüten nicht vergessen. Hundegutzis für unterwegs sind besser als eine ausgedehnte Mahlzeit: mit vollem Magen wandert auch ein Hund schlechter. Man sollte mit etwa einem Drittel mehr Futter rechnen als normal. Darauf achten, was der Hund sonst noch unterwegs findet.


 

Erste Hilfe. Eine keine Apotheke sollte Tupfer, Wundreinigungsmittel (Jod- oder dreiprozentige

Wasserstoffperoxidiösung), Tapes, Verband, Schere (zum Fell wegschneiden bei einer Wunde),

Zeckenzange sowie Pfotenfinken enthalten.

Tierambulanz Schweiz: 079 460 58 14; Grosstierrettungsdienst 079 700 70 70, Schweiz. Tiermeldezentrale stmz.ch:

0900 357 358 (Vermisstmeldung).


 

Hitze, Flüssigkeitsbedarf. Hitze ist schlecht für den Hund, deshalb sollten Wanderzeiten an die Tages Erwärmung und die Höhenlage angepasst werden; also z.B. frühmorgens loswandern und nach dem Mittag ausgedehnt Pause machen. Übermässiges Keuchen, schäumender Speichelfluss und abnehmende Wachsamkeit könnten Zeichen für Dehydrierung oder gar einen Hitzschlag sein! Wasser gibt es in der Schweiz für den Hundebedarf normalerweise genug aus Flüssen, Bächen, Brunnen oder evtl. auch aus Pfützen. Allenfalls Notwasser und ein Schüsselchen mitführen. In Brunnen auf Alpweiden den Hund nicht baden lassen, da dies das Trinkwasser für das Vieh ist.

Wer im Winter unterwegs ist, sollte für das Tier Wasser mitführen, da freies Wasser dann oft gefroren ist.


Begegnung mit (wild-)Tieren. Man sollte sich angewöhnen, den Hund mehrheitlich an der Leine zuführen, was unliebsame Begegnungen mit Tieren und Menschen verringert. Ein absolutes Muss ist das in Wild- und Naturschutzgebieten. In der zentralen Zone des Schweizerischen Nationalpark sind Hunde verboten. Achtung vor frei weidenden Kühen und Herdenschutzhunden

(Empfehlungen beachten: herdenschutzschweiz.ch), Auch Giftschlangen können gefährlich sein, wenn sich der Hund ihnen unvorsichtig nähert. Wichtig ist, dass der Hund aufs Wort gehorcht.


 

Gewitter, Unwetter. Hunde reagieren unterschiedlich auf Unwetter. Die einen fürchten sich

vor Donner und Blitzschlag, andere kümmert das nicht. Tatsächlich soll man sich, ob mit oder ohne Hund, nicht frei im Gewittern bewegen, also z. B. rechtzeitig einen Unterstand suchen. Und Metall weg vom Körper.


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